Friedensgründe

Während andere von Kriegsführung sprechen, rede ich von Friedensführung.
Während andere Kriegsgründe suchen, besitze ich Friedensgründe.

Ich war Soldat. Und für mich sind es auch heute noch meine Kameraden, die in Kälte, Dreck und Hitze in Afghanistan ihren Dienst tun. Es ist zwar lange her, doch an den Menschen, die heute ihren Dienst für uns alle leisten, wird sich nichts geändert haben. Es sind tapfere Frauen und Männer, die den Befehlen unserer Politiker gehorchen.

Ich bin gegen diesen Krieg, weil ich nicht will, dass noch mehr Kameraden fallen. Dass noch mehr einst gesunde junge Menschen als Invaliden zurückkehren.

Ich bin gegen diesen Krieg, weil noch nicht einmal die für diesen Krieg verantwortlichen Politiker einen plausiblen Grund dafür nennen, dass Deutschland am Hindukusch verteidigt wird.

Ich bin gegen diesen Krieg, weil jeder Mensch ein Recht auf Leben hat. Auch die Zivilisten, die dort täglich getötet werden, haben dieses Recht auf Leben.

Ich bin gegen diesen Krieg, weil er den afghanischen Frauen nicht dient. Afghanistan ist voller Witwen und Waisen, die betteln müssen, sich zum Teil gar prostituieren müssen, um zu überleben. Denn ihnen wird keine Rente gezahlt, so dass sie ein menschenwürdiges Leben führen könnten. Dafür ist kein Geld vorhanden.

Ich bin gegen diesen Krieg, weil wir dort mehr Elend und Unglück anrichten, als wir wieder gutmachen können. Noch 40 Jahre nach dem 2. Weltkrieg standen in Hamburg zerbombte Häuser. Während in Afghanistan 2 Brunnen gebohrt werden, werden durch den Einsatz mehr Schulen, Gebäude, Brücken und Straßen vernichtet, als in 40 Jahren wieder aufgebaut werden können.

Dieser Krieg ist sinnlos. Er hat nur für diejenigen einen Sinn, die daran verdienen. Und für diejenigen, die die geostrategische Lage Afghanistans für die eigene Machtpolitik nutzen wollen. Und er dient dem Fun derjenigen, die sich die Blutbäder auf CNN ansehen und dumme Sprüche bringen.

Kriegsgründe: http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Afghanistan/ruf.html

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Das Hornissennest


Und so geht die Geschichte:

Da wird jemand von einer wütenden Hornisse gestochen.
Man sucht, untersucht und man stellt fest: Da gibt es ein Hornissennest!
Doch genauer hingesehen stellt man fest:
Die meisten in diesem Hornissennest sind liebe kleine Bienchen.
Doch man nimmt einen Knüppel und haut auf das Hornissennest.

Erfolg: Man tötet man eine Handvoll Hornissen, aber auch viele, viele kleine Bienchen.
Doch die Hornissen sind nun wütender denn je.
Und sie greifen an und sie stechen und töten in ihrer immer größer werdenden Wut auch viele, viele Bienchen.

Und wieder haut man auf das Hornissennest und tötet viele Hornissen und noch mehr kleine Bienchen.
Und immer wütender werden die Hornissen und stechen und stechen und stechen.
Und in ihrer Verzweiflung mutieren nun auch viele kleine Bienchen zu Hornissen und stechen den Knüppelträger.
Und der Knüppelträger haut auf das Hornissennest
Und so geht es immer weiter. 10 Jahre und mehr.

Nun gebe ich dem Hornissennest einen Namen: Afghanistan.
Und die Hornissen: Das sind die Taliban.
Und die Bienchen: Das die afghanischen Frauen und die afghanischen Kinder und die afghanischen Männer. (Die, die keine Taliban sind!)
Und der Knüppelträger: Das ist die Nato.
Und jeder Hornissenstich bedeutet den Tod eines (meist sehr jungen) Menschen, der im guten Glauben und mit bestem Vorsatz als Soldat, Entwicklungshelfer etc. bemüht war, die Taliban zu bekämpfen und den afghanischen Menschen zu helfen.

Fazit: Die Primitivkultur der Taliban unterscheidet sich in ihren Handlungen keinen Deut von den Aktionen der Nato.
Aber ich bin nicht so arrogant, dass mir das Wissen um die Verblödung meiner Mitmenschen reicht, mich abzuwenden.
Ich bin gegen Krieg!

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