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	<title>Manfred Fenn &#187; 657 &#8211; Schreiben an Herrn Ingo Gädechens vom 25.02.2010</title>
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		<title>Schreiben an Herrn Ingo Gädechens vom 25.02.2010</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 01:07:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Fenn</dc:creator>
				<category><![CDATA[657 - Schreiben an Herrn Ingo Gädechens vom 25.02.2010]]></category>
		<category><![CDATA[Gädechens]]></category>
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		<description><![CDATA[Manfred Fenn, Bredhornweg 76, 25488 Holm
Per Fax: 030/227-76146 und 04363/91020
Herrn
Ingo Gädechens (MdB)
Platz der Republik 1
11011 Berlin                                                                                Holm, den 25. Februar 2010
Ihr Schreiben vom 23.02.2010       
Dieses Antwortschreiben stelle ich als offenen Brief auf meine Homepage
Sehr geehrter Herr Gädechens,
bezüglich Ihres Schreibens teile ich Ihnen mit, dass ich bis heute weder eine Antwort auf meinen Brief an Herrn zu Guttenberg von ihm persönlich noch stellvertretend eine Antwort aus dem Verteidigungsministerium erhalten habe.
Umso mehr erfreut es mich, dass Sie Interesse an dem leidigen Vorgang zeigen. Im Folgenden schildere ich noch einmal den Sachverhalt, um den es mir geht.
Am 03./04.09.2009 wurden in der Nähe von Kundus zwei Tanklastzüge gekapert und deren Fahrer, deutsche Staatsbürger afghanischer Herkunft, entführt.
Lt. Tagesschau vom 07.09.2009 handelte es sich um vier (4) Personen, nämlich Fahrer und Beifahrer der Fahrzeuge. Der ISAF-Bericht (geheim, aber im Internet frei zugänglich) spricht von zwei Geiseln, die die Taliban in ihre Gewalt gebracht hatten. Einer der Fahrer konnte nach dem Bombardement fliehen und ereichte den nur 8 Kilometer entfernten Standort der Bundeswehr.
Hieraus folgt:
1) Oberst Klein (und eventuell unbekannte Personen) veranlassten das Bombardement, obwohl fest stand, dass sich die Entführten in den Fahrzeugen oder in der Nähe der Fahrzeuge aufhalten mussten.
2) Es steht nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;">Manfred Fenn, Bredhornweg 76, 25488 Holm</span><br />
<em>Per Fax: 030/227-76146 und 04363/91020<br />
</em>Herrn<br />
Ingo Gädechens (MdB)<br />
Platz der Republik 1<br />
11011 Berlin                                                                                Holm, den 25. Februar 2010</p>
<p><strong>Ihr Schreiben vom 23.02.2010       </strong></p>
<p><strong>Dieses Antwortschreiben stelle ich als offenen Brief auf meine Homepage</strong></p>
<p>Sehr geehrter Herr Gädechens,</p>
<p>bezüglich Ihres Schreibens teile ich Ihnen mit, dass ich bis heute weder eine Antwort auf meinen Brief an Herrn zu Guttenberg von ihm persönlich noch stellvertretend eine Antwort aus dem Verteidigungsministerium erhalten habe.</p>
<p>Umso mehr erfreut es mich, dass Sie Interesse an dem leidigen Vorgang zeigen. Im Folgenden schildere ich noch einmal den Sachverhalt, um den es mir geht.</p>
<p>Am 03./04.09.2009 wurden in der Nähe von Kundus zwei Tanklastzüge gekapert und deren Fahrer, <span style="text-decoration: underline;">deutsche Staatsbürger</span> afghanischer Herkunft, entführt.</p>
<p>Lt. Tagesschau vom 07.09.2009 handelte es sich um vier (4) Personen, nämlich Fahrer und Beifahrer der Fahrzeuge. Der ISAF-Bericht (geheim, aber im Internet frei zugänglich) spricht von zwei Geiseln, die die Taliban in ihre Gewalt gebracht hatten. Einer der Fahrer konnte nach dem Bombardement fliehen und ereichte den nur 8 Kilometer entfernten Standort der Bundeswehr.</p>
<p>Hieraus folgt:</p>
<p>1) Oberst Klein (und eventuell unbekannte Personen) veranlassten das Bombardement, obwohl fest stand, dass sich die Entführten in den Fahrzeugen oder in der Nähe der Fahrzeuge aufhalten mussten.</p>
<p>2) Es steht nicht fest, ob Geiseln durch den Luftangriff getötet wurden.</p>
<p>Ich fordere:<br />
3) Sollten in Zukunft deutsche Soldaten, Mitarbeiter oder zivile Aufbaukräfte entführt werden, dürfen diese nicht von den eigenen Streitkräften getötet werden, sondern die Bundeswehr muss alles unternehmen, um das Leben dieser Menschen zu schützen.<br />
4) Die Bundesrepublik Deutschland darf sich nicht auf eine Stufe mit den Taliban stellen. Diese stiften ihre Kämpfer zu Selbstmordattentaten an. Wir dürfen nicht entführen lassen und dann die Gelegenheit nutzen, rundum versammelte Taliban inklusive Geiseln zu töten.</p>
<p>Sie, Herr Gädechens, sind Berufssoldat, ich habe meinen Dienst bei der Bundeswehr abgeleistet. Deshalb bin ich mir sicher, dass Sie meine Ansicht teilen, dass es ungeheuerlich wäre, Kameraden im Dreck sitzen zu lassen und dann noch Bomben auf diese zu werfen. Das Gleiche gilt für andere deutsche Staatsbürger.</p>
<p>Doch eben das ist in Kundus geschehen. Und wie mir scheint, wollen die verantwortlichen Offiziellen diese Angelegenheit vertuschen. Die Außen- und Verteidigungsminister hatten frühzeitig Informationen über den Vorgang. Allen war bekannt, dass Zivilisten, deutsche Staatsbürger, in der Nähe der Tanklastzüge festgehalten wurden, als es zum Inferno kam.</p>
<p>Die Medien berichteten, dass der im Geheimen tagende Untersuchungsausschuss die Aussage von Oberst Klein positiv beurteilt. Oberst Klein soll bestritten haben, dass er von Zivilisten in der Nähe der Tanklastzüge wusste. Auch wenn der Untersuchungsausschuss nicht definitiv nach dem Verbleib der Fahrer gefragt haben sollte, so hat Oberst Klein doch gelogen.</p>
<p>Die verantwortlichen Minister und Ex-Minister haben bis heute geschwiegen. Diese hätten sofort nach Kenntnisnahme des Geschehens klare Aussagen zu dem Vorfall machen müssen. Nachdem bruchstückweise Details bekannt wurden, hat als einziger Franz-Josef Jung die Courage besessen und ist zurückgetreten.</p>
<p>Ich bin ein Gegner dieses Angriffskrieges, da er meiner Ansicht nach sinnlos und zudem grundgesetzwidrig ist. Doch unsere Soldaten und andere deutsche Staatsbürger besitzen auch in Afghanistan die durch das Grundgesetz garantierten Rechte auf Leben und Gesundheit.</p>
<p>Und für die Rechte dieser Mitbürger, Herr Gädechens, bitte ich Sie einzutreten und alles in Ihrer Macht stehende zu tun, dass sich ein Vorfall wie der in Kundus am 03./04.09.2009 nicht wiederholt. Und ich bitte Sie, dafür Sorge zu tragen, dass der Hergang aufgeklärt wird und entsprechende Konsequenzen gezogen werden. Letztendlich geht es hier um den Ruf der Bundesrepublik Deutschland als Rechtsstaat.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
 
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